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EU im Kampf gegen Krebs
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»Wir müssen die Lokalpolitik beiseitelassen«

Der EU-Ausschuss für öffentliche Gesundheit (SANT) fordert 2,5 Milliarden Euro im nächsten EU-Haushalt für Krebsbekämpfung. Ähnlich wie in Deutschland wird auch auf EU-Ebene auf Prävention gepocht. Der Berichterstatter Vlad Voiculescu fordert eine EU-Strategie sowie eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Ländern.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 29.09.2026  17:50 Uhr
»Gleichberechtigten Zugang« zu Krebsbehandlung

»Gleichberechtigten Zugang« zu Krebsbehandlung

Die SANT-Abgeordneten fordern auch einen »gleichberechtigten Zugang« zu Krebsfrüherkennung, -diagnose und -behandlung in der EU. In Osteuropa sind die Überlebenschancen von Kindern mit einer Krebsdiagnose um 20 Prozent geringer als in den nördlichen EU-Ländern, sagte Voiculescu, Gründer der gemeinnützigen Organisation Magicamp, die krebserkrankte Kinder und ihre Familien finanziell unterstützt.

Der liberale Politiker plädierte für spezialisierte Zentren an bestimmten Standorten: »Wenn nur fünf Menschen an einer Krankheit leiden, kann man dann ein spezialisiertes Zentrum und Fachärzte einrichten? Eher nicht. Bei manchen Krebsarten ist das der Fall. Wir brauchen einen europäischen Ansatz und eine europäische Strategie, denn es ist sinnvoll, die Betroffenen an einem Ort zusammenzubringen mit jemandem, der über die nötige Erfahrung verfügt.« Wie die Patientinnen und Patienten sich den Aufenthalt und die Reise bis zu diesen Zentren leisten sollen, hat er nicht erläutert.

Für ihn sei ein pragmatischer Umgang wirtschaftlich am effizientesten. Selbst Patientinnen und Patienten aus reicheren Ländern wie Deutschland oder Frankreich müssten sich ab und zu für eine spezielle Behandlung in ein anderes Land begeben. »Wir müssen die Lokalpolitik beiseitelassen.«

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