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Fehler im Medikationsplan
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Wie sage ich’s dem Arzt?

Missverständnisse zwischen Apotheke und Arztpraxis können den Therapieerfolg des Patienten beeinträchtigen. Wie lassen sich aber Medikationspläne optimieren und  Diskrepanzen diplomatisch formulieren, um die Zusammenarbeit zwischen den Heilberuflern zu erleichtern?
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 17.02.2025  16:00 Uhr

Eigeninitiative zeigen

Ist der Patientin oder dem Patienten nicht klar, worauf die Therapie eigentlich abzielt, gilt es auch dieses Problem zu adressieren, um die Adhärenz zu fördern. Zum Beispiel so: »Dem Patienten sind die Hintergründe für die Einnahme von Metformin nicht ausreichend bekannt.« Wer als Apothekerin oder Apotheker Eigeninitiative zeigen will, kann auch selbst aktiv werden: »Indikation und Therapieziele wurden im Rahmen der Medikationsanalyse erklärt.«

Wenn das Absetzen eines Präparats sinnvoll erscheint, könnte ein gutes Wording laut BAK etwa so aussehen: »Pantoprazol 40 mg wurde im Krankenhaus vor drei Monaten abgesetzt, der Grund hierfür ist dem Patienten nicht bekannt. Der Patient könnte gegebenenfalls von einem Absetzen von Pantoprazol profitieren, wenn (es zur Prophylaxe eines Stressulkus verordnet wurde und) aktuell keine Indikation mehr vorliegt.«

Wer eine Substitutionsempfehlung aussprechen möchte, zum Beispiel mit Magnesium, kann dies so zum Ausdruck bringen: »Eine zusätzliche Einnahme von Magnesium zur Behandlung der Wadenkrämpfe kann erwogen werden, wenn zu niedrige Magnesiumspiegel bestimmt wurden.«

 

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