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Ebola-Ausbruch
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WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

Wegen des aktuellen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo mit einer seltenen Virusart hat die WHO den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Ausbreitungsgefahr in der Region ist hoch. Müssen sich auch Menschen in Europa Sorgen machen?
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 18.05.2026  11:00 Uhr
WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verantwortlich ist eine seltene Virusvariante, für die es keinen Impfstoff gibt. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC sprach zuletzt von 336 Verdachtsfällen und 88 Todesfällen - einen davon im angrenzenden Uganda. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch.

Die Ebola-Erkrankung ist ein virales hämorrhagisches Fieber, das durch Arten der Gattung Ebolavirus verursacht wird. Es sind vier verschiedene Arten bekannt, die Menschen befallen: Zaire, Sudan, Bundibugyo und Tai Forest. Die Viren können von Tieren auf den Mensch, aber auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Eine Erkrankung kann plötzlich auftreten und folgende Symptome umfassen: Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, gefolgt von Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag sowie inneren und äußeren Blutungen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt.

Wie kritisch ist der Ausbruch?

In den letzten 50 Jahren ist es in der Demokratischen Republik Kongo zu 17 Ebola-Ausbrüchen gekommen. Dabei handelte es sich laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC hauptsächlich um das am häufigsten vorkommende Zaire-Ebolavirus, für das ein Impfstoff entwickelt wurde. Erst zum dritten Mal geht laut Africa CDC ein Ausbruch auf das seltene Bundibugyo-Virus (BDBV) zurück. Zuvor war die Art 2007 erstmals in Uganda aufgetreten, dann 2012 im Kongo. Aufgrund der Seltenheit gibt es laut WHO für diese Art keinen zugelassenen Impfstoff und keine Therapie.

Allerdings hat das Bundibugyo-Virus nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Beim Zaire-Stamm liege diese bei bis zu 90 Prozent.

Was bedeutet der internationale Gesundheitsnotstand der WHO?

Die hohe Alarmstufe löst Mechanismen wie eine weltweite Koordination von Gegenmaßnahmen und internationale Ressourcenmobilisierung aus. Die WHO stellt unter anderem rund 431.000 Euro für Sofortmaßnahmen bereit. Sie beschreibt den Ausbruch als »außergewöhnliches Ereignis« und warnt, er könnte größer sein als bisher bekannt.

Zehn Nachbarländer des Kongo wurden bislang offiziell gewarnt. Dazu gehören Uganda und Südsudan, die direkt an die kongolesische Provinz Ituri angrenzen, von der der Ausbruch ausgeht. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar. »Der Ausbruch erfüllt nicht die Kriterien für einen Pandemie-Notfall, aber die Nachbarländer tragen ein hohes Risiko der weiteren Ausbreitung,« erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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