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Zufallsfunde
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Wer prägte den Begriff Serendipität?

Unerwartete Entdeckungen treiben die Wissenschaft manchmal mehr voran als geplante Experimente. Viele Durchbrüche sind dem Zufall zu verdanken. Wer aber prägte den Begriff der Serendipität?
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 21.04.2026  08:00 Uhr

Ohne Zufall keine Forschung. Oft ist es eine unbeabsichtigte Entdeckung, die zu einem großen Durchbruch in der Forschung führt. Man denke beispielsweise an das Penicillin, an Radioaktivität oder die Potenzpille Viagra. In der Wissenschaft spricht man von Serendipität.

Der Begründer der Gothic Novel nutzte den Begriff Serendipität erstmals. Die Rede ist von dem englischen Schriftsteller Horace Walpole (1717–1797). Das Wort kam ihm wegen des persischen Märchens »Die drei Prinzen von Serendip« in den Sinn, als er einen Brief schrieb. Denn in der alten Erzählung machen die Prinzen auf ihrer Reise viele überraschende Funde.

Viele Jahre später entdeckte der Soziologe Robert K. Merton (1910–2003) das Wort wieder und katapultierte es mit seinem Konzept des Serendipitätsprinzips in wissenschaftliche Kreise. Seitdem hat es sich dort etabliert.

Zufallsfunde sind in der Forschung nämlich nicht selten, wie eine Untersuchung auf Basis eines KI-basierten Algorithmus kürzlich zeigte. Demzufolge waren bei gut der Hälfte der untersuchten Publikationen auch unerwartete Ergebnisse zu finden.

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