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Chemie- und Pharmabranche

Weniger Wachstum erwartet

Handelsstreits, Zollkonflikte, der nahende Brexit: Nach einem starken Jahr 2018 mit guter Konjunktur rechnet die Chemie- und Pharmaindustrie im kommenden Jahr nur mit einem schwachen Plus.
dpa
04.12.2018
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Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie stellt sich nach einem starken Jahr auf weniger Wachstum ein. Angesichts von Handelskonflikten und einer gedämpften Weltwirtschaft werde der Umsatz 2019 voraussichtlich nur um 2,5 Prozent steigen, erklärte der Branchenverband VCI am Dienstag in Frankfurt.

Der Zollstreit der USA mit China und der EU, der anstehende Brexit sowie eine schwächere Konjunktur in Deutschland belasteten die Branche mit rund 462.000 Beschäftigen hierzulande, erklärte VCI-Präsident Hans Van Bylen. »Wir halten im kommenden Jahr ein bescheidenes Wachstum im Chemiegeschäft für erreichbar«, sagte er. Die Produktion könne bei leicht steigenden Chemikalienpreisen um 1,5 Prozent zulegen.

In diesem Jahr hatte Deutschlands drittgrößte Industriebranche kräftige Zuwächse verbucht. Getragen von der guten Konjunktur kletterte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 4,5 Prozent auf den Rekordwert von 204 Milliarden Euro. Dabei kamen der Chemieindustrie steigende Preise (+ 2 Prozent) zugute. Die Produktion kletterte unterm Strich um 2,5 Prozent. Rückenwind kam aber vor allem von der boomenden Pharmabranche: In der Arzneimittelindustrie schnellte die Produktion um 11,5 Prozent nach oben. /

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