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Krankenhausinfektionen

Weniger schwere MRSA-Infektionen

In deutschen Krankenhäuser haben sich im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) angesteckt, als noch vor zehn Jahren. Das Robert-Koch-Institut stellte heute die vorläufigen Zahlen für 2018 vor.
PZ/dpa
17.01.2019
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Die Infektionen mit MRSA gehen in Deutschland insgesamt zurück. Pro 100.000 Einwohner gab es im bundesweiten Schnitt im vergangenen Jahr 2,75 Meldungen. 2017 waren es 3,39 und 2012 noch 5,57 Fälle. Laut RKI liegt das unter anderem an besserer Hygiene und an einer Meldepflicht. Sie gilt allerdings nur für MRSA-Infektionen, bei denen die Erkrankung besonders schwer verläuft. Die Dunkelziffer dürfte daher hoch sein. Die Zahlen für 2018 sind noch vorläufig, da Nachmeldungen möglich sind.

In Baden-Württemberg war die Zahl nosokomialer MRSA-Infektionen am geringsten: Pro 100.000 Einwohner wurden 2018 im Schnitt 0,61 Infektionen gemeldet. Die meisten Ansteckungen mit den multiresistenten Bakterien gab es im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,97 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Das Bakterium kommt bei 20 bis 30 Prozent der Menschen auf der Haut vor und führt nicht automatisch zu einer Erkrankung. Gefährlich sind die Erreger, weil viele Antibiotika nicht mehr gegen sie wirken.

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