| Melanie Höhn |
| 14.09.2026 15:30 Uhr |
Der Weg zur eigenen Apotheke führt laut der Analyse weiterhin nahezu ausschließlich über den Kauf eines bestehenden Betriebs. 61 Prozent der Gründerinnen und Gründer übernahmen 2025 eine Apotheke, um in die Selbstständigkeit zu starten. Weitere 31 Prozent kauften eine Apotheke, um diese als Filiale einzubinden. Komplette Neugründungen bleiben mit insgesamt zwei Prozent die Ausnahme.
Jede fünfte übernommene Apotheke wurde 2025 im Rahmen eines Verbundes gekauft. Vier von fünf dieser Verbundübernahmen bestehen aus zwei Apotheken – dafür wurde ein durchschnittlicher Kaufpreis von knapp 1,1 Millionen Euro gezahlt. Einschließlich Warenlager, Investitionen und Betriebsmitteln lag die Gesamtsumme bei gut 1,4 Millionen Euro.
Auch hier zeigen sich Frauen laut Apobank zurückhaltender: Wenn sie sich für einen Apothekenverbund entschieden haben, dann für die kleinere Variante mit zwei Apotheken. Ihr Anteil lag hier insgesamt bei 41 Prozent. Größere Verbünde, bestehend aus drei Apotheken, wurden ausschließlich von Männern übernommen.
»Nach Jahren wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Unsicherheit gibt es allerdings Anlass zur Zuversicht, denn die jüngsten Reformen haben das Potenzial, die wirtschaftlichen Perspektiven von Apotheken zu verbessern«, resümiert Nicole Wortmann.
»Erstmals seit langer Zeit sehen wir wieder ein Umfeld, das von mehr Planungssicherheit und einer spürbar positiveren Grundstimmung geprägt ist. Die politischen Signale der vergangenen Monate zeigen, dass die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken für die Gesundheitsversorgung wieder stärker in den Fokus rückt. Das sorgt für neue unternehmerische Perspektiven und positive Impulse für zukünftige Existenzgründungen.«