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EU-Strategie gegen Virusmutationen
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Was verbirgt sich hinter dem »HERA Incubator«?

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen möchte die rasante Verbreitung von Coronavirus-Mutationen bekämpfen. Dafür rief sie den »HERA Incubator« ins Leben. Was ist damit gemeint?
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 18.02.2021  17:30 Uhr
Beschleunigtere Impfstoffzulassung soll möglich werden

Beschleunigtere Impfstoffzulassung soll möglich werden

Weiter kündigte die EU an, künftig angepasste Covid-19-Impfstoffe per beschleunigtem Verfahren zügiger zulassen zu wollen. Dieses Modell basiere auf der Grundlage der jährlichen Grippe-Impfstoffdosen. Wichtig sei aber zu betonen, dass dies keine Notfallzulassungen seien, sondern die ordentliche Marktzulassung über die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) beibehalten werde.

Um zügig auch Kinder und Jugendliche gegen Covid-19 impfen zu können, möchte die EU ein Netzwerk namens »Vaccelerate« aufbauen, an dem 16 Mitgliedstaaten und fünf weitere Länder, etwa die Schweiz oder Israel, beteiligt sind. Über dieses EU-weite Netzwerk soll ein einfacherer Datenaustausch von klinischen Studiendaten gerade mit Blick auf die klinischen Prüfungen für Kinder und Jugendliche möglich sein.

Auch die Produktionskapazitäten der Impfstoffe sollen ausgebaut werden. Dafür will die EU-Kommission Abnahmegarantien erhöhen oder neue Abnahmegarantien mit Herstellern, die an angepassten Impfstoffen arbeiten, abschließen.

Von der Leyen erklärte, die europaweite Impfkampagne nehme an Fahrt auf. Bis Donnerstag seien »etwa 33 Millionen Impfdosen ausgeliefert worden«. Davon hätten 22 Millionen Menschen bereits mindestens eine Dosis bekommen, 7 Millionen sogar schon die zweite Impfdosis.

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