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Herzinsuffizienz
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Was Patienten auf Reisen beachten sollten

Fast alle Patienten mit Herzinsuffizienz können sicher verreisen und auch Flug- und Fernreisen unternehmen. Wichtig ist, dass ihre Erkrankung stabil ist und sie vier bis sechs Wochen vor Reisebeginn zum kardiologischen Check-up zum Arzt gehen.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 16.03.2022  16:30 Uhr

Auf die Herzmedikation achten

Kritisch seien mögliche Nebenwirkungen der Herzmedikation. Der Patient sollte seine Medikation gut kennen und auf Flüssigkeitsverluste achten, wenn er Antihypertonika oder Diuretika einnimmt. Die trockene Kabinenluft im Flugzeug, Durchfall oder starkes Schwitzen könnten leicht zur Dehydrierung führen, warnte die Herzspezialistin. Daher sollte der Patient sein Gewicht im kardial kompensierten Zustand kennen. Sinkt dieses, müsse er die Medikation anpassen und/oder mehr trinken.

Da etliche Herzmedikamente, zum Beispiel Hydrochlorothiazid und andere Diuretika, Nifedipin oder ACE-Hemmer, die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, seien Breitspektrum-Sunblocker mit Lichtschutzfaktor über 30 erforderlich. Zudem sollten Menschen mit Herzinsuffizienz gegen Covid-19, Influenza und Pneumokokken geimpft sein.

Was sollten Herzpatienten auf Reisen mitnehmen? Die Deutsche Herzstiftung biete ein Notfallset mit Checkliste, medizinischem Sprachführer für den Notfall und einen Notfallausweis an, erklärte Janicke. »Mitnehmen sollte der Patienten den letzten Arztbrief, am besten in englischer Sprache, ein EKG, eine aktuelle Medikamentenliste mit Wirkstoffnamen und die doppelte Ration der Medikation – und das alles im Handgepäck.« Schrittmacher- und Defibrillatorträger sollten ein internationales Dokument, zum Beispiel den Schrittmacherausweis, bei sich tragen und bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen vorzeigen.

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