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Studie
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Was erwarten Patienten von einer Medikationsanalyse?

Eine wissenschaftliche Stichprobe in Apotheken ergab: Patientinnen und Patienten erhoffen sich von einer Medikationsanalyse vor allem weniger Nebenwirkungen, besseres Wissen und allgemein weniger Probleme mit ihren Arzneimitteln. Allerdings kannte nicht einmal jeder Fünfte diese Dienstleistung.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 02.05.2025  18:00 Uhr

Aktiv ansprechen statt auf Nachfrage zu warten

Gemäß der aktuellen Studie scheinen viele Patienten einen Nutzen zu erwarten – selbst wenn sie vorher noch nie etwas über diese Leistung gehört hatten. Seidling und Kolleginnen leiten daraus drei Empfehlungen ab:

  1. Medikationsanalysen sollten generell mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden. Apotheken sollten nicht auf die Nachfrage warten, sondern Kunden selbst aktiv ansprechen und Medikationsanalysen anbieten. So gab die Studie Hinweise darauf, dass Kunden am liebsten persönlich bei ihrem Apothekenbesuch darauf angesprochen werden wollen. Persönliche Ansprache toppe das Auslegen von Flyern und anderem Informationsmaterial.
  2. Inhalt und Detailreichtum der angebotenen Information können die Teilnahme beeinflussen. Es gelte, den persönlichen Nutzen für den Kunden klar darzustellen. Standardisierte Kommunikationshilfen könnten dem Apothekenpersonal dabei helfen.
  3. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Apotheken und Patienten stärkt die Bereitschaft der Patienten, eine Medikationsanalyse in Anspruch zu nehmen. Die persönliche Ansprache bleibe entscheidend.

Insgesamt könnte proaktives Kommunikationstraining für Apotheker die Nachfrage nach Dienstleistungen steigern und die Akzeptanz verbessern.

Medikationsanalysen sind als pharmazeutische Dienstleistung »erweiterte Medikationsberatung Polymedikation« seit Juni 2022 als Krankenkassenleistung möglich, wenn ein Patient dauerhaft mindestens fünf Arzneistoffe systemisch anwendet. Sie kommen jedoch noch nicht so häufig zum Einsatz wie erhofft. Bisherige Untersuchungen zielten auf Umsetzungshürden aus Apothekensicht wie Zeit- und Personalmangel, aber auch mangelnde Nachfrage oder Bedarf. 

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