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Rezepturarzneimittel
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Was bei wässrigen Lösungen zu beachten ist

Rezepturarzneimittel sind in der Pädiatrie besonders wertvoll. Denn nicht für jede Indikation gibt es ein Fertigarzneimittel und bei Lieferengpassen können Apotheken damit die Versorgung sicherstellen.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 25.04.2024  14:30 Uhr

Lieferengpässe kompensieren

Als Praxisbeispiel nannte Lein einen Lieferengpass bei Vitadral®, einem Vitamin-A-Palmitat in öliger Lösung. Es gebe keine anderes Fertigarzneimittel, aber eine Wirkstoff-Rezeptursubstanz und ölige Trägermittel für die Eigenherstellung. Sie empfahl: »In der Apotheke sollten Sie besser nach Volumen konzipieren und mit einer Kolbenpipette dosieren.«

Auch bei einigen Antibiotika-Säften werden noch Lieferengpässe gemeldet. Da Rezeptursubstanzen nur begrenzt verfügbar sind, müsse man in der Rezeptur überwiegend Fertigarzneimittel wie Tabletten oder Hartkapseln verarbeiten. Trockensäfte seien bisher nicht als Rezepturen etabliert. »Wir können in der Apotheke nur eine Ad-hoc-Herstellung mit kurzer Haltbarkeit leisten«, sagte Lein.

Suspensionen können tricky sein. »Mir liegt es am Herzen, dass Sie die Suspension vor der Abgabe kontrollieren.« Man solle sie wenigstens einige Stunden, besser einen Tag lang ruhen lassen und dann die Aufschüttelbarkeit prüfen. Denn quellbare Tablettenhilfsstoffe können eine Suspension verfestigen – und damit unbrauchbar machen.

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