Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Arzneimittelherstellung
-
Warken bei Daiichi-Sanchyo in Pfaffenhofen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat am vergangenen Freitag das Pharmaunternehmen Daiichi-Sanchyo am Standort Pfaffenhofen bei München besucht. Dort investiert der Konzern in eine Schlüsseltechnologie für die Produktion neuer, komplexer Krebstherapien.
AutorKontaktPZ
Datum 07.07.2026  16:10 Uhr

Warken besichtigte am 3. Juli ein neues Gebäude zur Produktion von Krebsmedikamenten von Daiichi Sankyo am Standort Pfaffenhofen an der Ilm, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung bekannt gab. Seit 2022 investiert das japanische Pharmaunternehmen dort etwa eine Milliarde Euro, um den Produktions- und Entwicklungsstandort bis 2030 auszubauen. Ein Austausch zu gesundheitspolitischen Themen war ebenfalls Teil des Besuchsprogramms.

»Wir bauen in Pfaffenhofen eine Schlüsseltechnologie für die Herstellung neuer, komplexer Krebstherapien«, sagte Benoit Creveau, Geschäftsführer von Daiichi Sankyo Deutschland. »So leisten wir einen substanziellen Beitrag zur weltweiten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Medikamenten gegen Krebs

Damit solche Investitionen auch in Zukunft nach Deutschland kommen, brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, die Innovation, Produktion und Versorgungssicherheit stärken. »Das ist wichtig, um in einem herausfordernden globalen Wettbewerbsumfeld dauerhaft als Standort bestehen zu können«, so Creveau weiter.

Der Hauptsitz des internationalen Pharmaunternehmens ist in Tokio (Japan). Insgesamt werden weltweit 19.000 Mitarbeitende beschäftigt. Der Konzern ist in mehr als 30 Ländern vertreten. Die europäische Hauptzentrale von Daiichi Sankyo befindet sich heute in München. Das Unternehmen ist derzeit in 13 europäischen Ländern vertreten.

Eine vom Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte durchgeführte Studie zeige, dass die Investition von Daiichi Sankyo eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von mehr als 1,1 Milliarden Euro in Deutschland schaffe, davon rund 412 Millionen Euro allein in Bayern. Neben mindestens 350 zusätzlichen Stellen, die derzeit direkt bei Daiichi Sankyo entstehen, würden indirekt auch viele weitere Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette unterstützt, insbesondere bei Partnerunternehmen und Zulieferern in Bayern und in ganz Deutschland.

Mehr von Avoxa