| Annette Rößler |
| 19.03.2026 13:00 Uhr |
Babys können an Festkörpern ersticken – auch an unaufgelösten Vitamin-D-Tabletten. Die Tabletten müssen deshalb erst komplett zerfallen, bevor sie dem Kind verabreicht werden. / © Adobe Stock/RioPatuca Images
Vitamin D und Fluorid sind wichtig für die Prophylaxe von Rachitis und Karies. Säuglinge und Kleinkinder erhalten diese Mikronährstoffe deshalb standardmäßig in Form von Supplementen. Dabei ist es wichtig, dass diese komplett zerfallen sein müssen, bevor sie dem Kind eingegeben werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Baby sich verschluckt und erstickt.
Die Meldung eines solchen Todesfalls nimmt das BfArM zum Anlass, um auf die Notwendigkeit der korrekten Anwendung der Präparate hinzuweisen. Vor jeder Anwendung müsse überprüft werden, ob sich die Tablette komplett aufgelöst hat. Dabei sei zu beachten, dass die Tabletten in anderen Flüssigkeiten als Wasser, zum Beispiel Milch oder Muttermilch, möglicherweise langsamer zerfallen. Deshalb dürften zum Auflösen ausschließlich die Flüssigkeiten verwendet werden, die in der Fachinformation genannt sind, also in der Regel Wasser.
Das BfArM bittet Angehörige der Heilberufe darum, bei der Verordnung, Abgabe und Beratung die Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten auf die sorgfältige Beachtung der Gebrauchsinformation hinzuweisen. Besonders wichtig sei das bei einem Präparatewechsel. Das Institut wird die Hersteller entsprechender Präparate dazu auffordern, die Angaben in den Produktinformationen auf eventuellen Präzisierungsbedarf zu überprüfen.