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AKWL-TV
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Viele Fragen rund ums Impfen in der Apotheke

Kurz vor dem Start der Covid-19-Impfungen in den Apotheken haben viele Pharmazeuten noch Fragen zu den Details, zum Beispiel den Räumlichkeiten. Antworten gab es bei der Kammer-Informationsveranstaltung AKWL-TV.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 21.01.2022  16:30 Uhr

Was ist mit externen Räumen?

Apotheker und Ministerialrat Dr. Reinhard Kasper, als Referatsleiter Pharmazie und Medizinprodukte im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen tätig und damit NRWs »oberster Landesapotheker«, stellte klar, dass auch externe Räumlichkeiten für Impfangebote genutzt werden können. »Der Verordnungsgeber will keine zu hohen bürokratischen Hürden«, versicherte er. Die Behörden dürften Ausnahmen gestatten, wenn das apothekerliche Impfen außerhalb der in der Betriebserlaubnis der jeweiligen Apotheke umfassten Betriebsräume nicht stattfinden kann. Denn die Regelversorgung soll durch das zusätzliche Impfangebot nicht eingeschränkt werden.

Neben der Hygiene und den Zugangsbedingungen sei es wichtig, dass es einen Wartebereich auch nach dem Impfen gibt für die empfohlene Wartezeit von 15 Minuten. Denkbar sei beispielsweise der Tanzraum der Gaststätte gegenüber, brachte Kasper ein Beispiel. »Mit Blick darauf, ob der vorgesehene Raum innerhalb der Apotheke oder externe Räumlichkeiten genutzt werden können, empfehle ich eine Kontaktaufnahme mit dem Amtsapotheker beziehungsweise der Amtsapothekerin«, riet der Ministerialbeamte. Die interessierten Apotheken könnten sicher sein, dass gemeinsam pragmatische Lösungen gefunden werden.

Ein zusätzliches und niederschwelliges Angebot

Denn schließlich ist das große Ziel, die Impfquote zu erhöhen. »Ähnlich wie wir das schon bei den Modellvorhaben zur Grippeschutzimpfung gesehen haben, können wir durch ein niederschwelliges Impfangebot noch mehr Bürgerinnen und Bürger erreichen«, glaubt der Ministerialrat. Bei der Grippeimpfung habe sich gezeigt, dass Menschen in die Apotheke kommen, die sich zuvor beim Arzt nicht impfen ließen.

»Wir genießen ein so großes Vertrauen bei den Patientinnen und Patienten. Dies gibt uns die Chance, ein wichtiger Akteur innerhalb der Impfkampagne zu sein«, ist sich Präsidentin Overwiening sicher. »Wir wollen den Ärztinnen und Ärzten nicht etwas wegnehmen, sondern zusätzliche Gruppen erreichen und so gemeinsam die Impfquote weiter steigern.« 

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