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Skifahren

Verletzungsrisiko verringern

Skifahren ist ein schöner Sport, aber nicht ganz risikolos: Im vergangenen Winter mussten sich 40.000 Alpin-Skifahrer nach Stürzen ärztlich behandeln lassen. Darauf weist die Krankenkasse Barmer hin und gibt Tipps, um das Verletzungsrisiko zu senken.
Christina Hohmann-Jeddi
04.01.2019
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Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer rät: »Vor dem Start sollten Skifahrer ihre Beinmuskulatur mindestens fünf Minuten durch Dehnübungen erwärmen. Denn gut durchblutete Muskeln stabilisieren die Kniegelenke und schützen so besser vor Verletzungen. Kalte Muskeln hingegen sind verkürzt und können schneller einreißen.« Dabei sei es besser, sich nicht im Tal, sondern erst unmittelbar vor der Abfahrt aufzuwärmen, da die Muskulatur im Lift schnell auskühle.

Außerdem sei es hilfreich, rechtzeitig vor Beginn des Winterurlaubs die eigene Fitness zu verbessern. »Skifahrer machen am besten zwei- bis dreimal pro Woche Skigymnastik. Schließlich gehen Kurzschwünge sowie rasante Abfahrten auf Muskeln und Gelenke«, sagt Möhlendick. Ein guter Trainingszustand helfe, den Körper stabil zu halten, was das Verletzungsrisiko zusätzlich verringere.

Grundsätzlich gilt, dass Sportler an den Skifahrtagen ausreichend essen und trinken, Pausen einlegen und auf Alkohol verzichten sollten. Eine gute Ausrüstung, vor allem Helm und den Sichtbedingungen angepasste Skibrille sowie Protektoren, etwa für die Wirbelsäule oder Knie- und Handgelenke, sind ebenfalls hilfreich, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Stürze lassen sich aber nie ganz vermeiden. »Wer das Gleichgewicht verliert, sollte versuchen, die Körperspannung zu halten und die Arme vom Körper weg zu strecken. So werden Stöcke sowie Skispitzen nicht zur Gefahr«, rät Möhlendick. Zudem solle man nach einem Sturz erst dann aufstehen, wenn man nicht mehr rutscht. Sonst riskiere man Knieverletzungen und Kreuzbandrisse, heißt es in der Mitteilung der Barmer.

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