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Silvester
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Verletzungen durch Pyrotechnik vermeiden

Zum Jahreswechsel führt ein fahrlässiger Umgang mit Pyrotechnik immer wieder zu schweren Verletzungen bei Beteiligten aber auch Unbeteiligten. Verschiedene Fachgesellschaften rufen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk auf.
AutorKontaktPZ
Datum 27.12.2024  16:15 Uhr

Tipp 1: Nicht mit Feuerwerk experimentieren

Wer sicher mit Böllern, Raketen, Batterien und Co. hantieren will, sollte deren Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen und sie befolgen, rät die DGOU. Es sollten ausschließlich geprüfte Feuerwerkskörper sein. Erkennen lassen sich diese am CE-Zeichen und an der Prüfnummer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Selbstgebastelte oder manipulierte Raketen und Co. sind hingegen tabu: Sie können früher oder stärker als erwartet explodieren. Feuerwerkskörper, die nicht in der Hand gezündet werden, sind die bessere Wahl.

Tipp 2: Feuerwerkskörper sicher und verschlossen lagern

Wer Feuerwerkskörper nach draußen trägt, sollte das nicht direkt am Körper tun, etwa in Jacken- oder Hosentaschen. Ansonsten könnten Funkenflug oder verirrte Raketen, die noch nicht gezündete Pyrotechnik zur Explosion bringen. Knallkörper, die beim ersten Mal nicht gezündet haben, sollte man kein zweites Mal anstecken, sondern sofort aus dem Verkehr ziehen.

Tipp 3: Kinder für die Gefahren von Feuerwerk sensibilisieren

Viele Kinder sind fasziniert von Feuerwerk. Nach wie vor besorgniserregend sei mit fast 40 Prozent der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen unter denjenigen mit Augenverletzungen, wobei besonders häufig Kinder unter zwölf Jahren betroffen seien, erklärt Gabel-Pfisterer. In jedem Fall sei es wichtig, Kinder für die Gefahren der Knallerei zu sensibilisieren, rät die DOG. Etwa auch dafür, dass sie am Neujahrstag keine liegengebliebenen oder nicht gezündeten Feuerwerkskörper auflesen – oder gar anzünden – sollten. Fachgesellschaften wie die DGOU rufen dazu auf, dass Feuerwerkskörper nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehören.

Tipp 4: Die Augen mit einer Brille schützen

Gehen Feuerwerkskörper wortwörtlich ins Auge, drohen schwere Verletzungen, oft mit Sehverlust. Das Risiko lässt sich senken: »Wer ins Freie oder auf den Balkon geht, sollte eine geschlossene Schutzbrille etwa aus dem Baumarkt oder eine Skibrille tragen, um das Gröbste abzuwehren«, rät der Augenarzt Professor Dr. Hansjürgen Agostini von der DOG.

Tipp 5: Unter Alkoholeinfluss kein Feuerwerk zünden

»Wer Alkohol getrunken hat, ist unvorsichtiger und leichtsinniger, wenn er oder sie mit Feuerwerkskörpern hantiert – und sollte es daher lieber lassen«, rät die DGOU. Was hilfreich ist: Wenn mindestens eine

Person in der Gruppe nüchtern bleibt. Dann gibt es jemanden, der die Lage realistisch beurteilen und, falls nötig, Hilfe koordinieren kann.

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