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Onlinehandel mit Rx-Arzneien

Verbraucherschützer sehen vor allem Vorteile

Die Verbraucherzentralen haben vor einem pauschalen Rx-Versandverbot gewarnt. »Versandapotheken ersetzen die Apotheken vor Ort nicht, sondern bieten ein zusätzliches Versorgungsangebot«, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller.
dpa
11.12.2018
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Der Onlinehandel sei eine seit Jahren etablierte und sichere Ergänzung und entspreche den Bedürfnissen vieler Verbraucher, so Müller zur Nachrichtenagentur dpa. Ein Verbot von Online-Bestellmöglichkeiten löste nicht die grundlegenden Probleme von Apotheken in dünn besiedelten Regionen, erläuterte der vzbv. Stattdessen sollte die Honorierung überprüft werden, indem etwa Beratungsleistungen stärker berücksichtigt würden.

»Die wichtigste Aufgabe des Apothekers ist nicht die reine Packungsabgabe, sondern die Vermittlung seines Fachwissens«, sagte Müller. Ein erster Schritt könne sein, Apotheker bei Medikationsplänen mehr einzubinden. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will heute Pläne zur flächendeckenden Präsenz von Apotheken vorstellen. Mit Blick auf den Onlineversand von Medikamenten aus dem Ausland hatte er sich im Oktober bereits gegen ungleiche Wettbewerbsbedingungen gewandt. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart: »Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.« Was konkret daraus folgen soll, ist aber bisher offen. Die Apotheker fordern seit Langem ein Rx-Versandverbot.

In einer Umfrage für den vzbv befürworteten 36 Prozent der Befragten ein solches Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Produkten – dagegen sprachen sich 51 Prozent aus. Das Institut Forsa befragte vom 14. bis 21. November 1005 deutschsprachige Menschen ab 18 Jahren.

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