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Strategie gegen Autoimmunerkrankung
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Typ-1-Diabetes mit Darmbakterien verhindern

In der Sint1a-Studie wollen Forscher ab April prüfen, ob die frühzeitige Einnahme des Probiotikums Bifidobacterium infantis einen Typ-1-Diabetes bei Kindern mit einem erhöhten genetischen Risiko verhindern kann.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 15.03.2021  12:35 Uhr

Studie mit oralem Insulinpulver

Die neue Studie baut auf die sogenannte Point-Studie auf, in welcher Kinder Insulinpulver mit der Nahrung verabreicht bekommen. Ziel dieser Studie ist es, das Immunsystem frühzeitig zu trainieren und für Insulin zu sensibilisieren, damit keine Autoimmunität gegen das Hormon entsteht.

»Sollten die Ergebnisse beider Studien erfolgreich sein, werden wir sie für eine optimierte synergistische Typ-1-Diabetes-Präventionsstrategie miteinander kombinieren«, informiert Ziegler. Typ-1-Diabetes wäre dann kein unausweichliches Schicksal mehr, sondern eine Krankheit, die man mit den richtigen Maßnahmen vielleicht verhindern könnte. Die Sint1a-Studie läuft ab April 2021 in mehreren europäischen Ländern im Rahmen von GPPAD (Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes), einer internationalen Initiative zur Prävention von Typ-1-Diabetes.

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