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Biomarker
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Stratifizierung von Covid-19-Patienten

Schwere Verläufe einer Covid-19-Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um diese Fälle dann einer bestmöglichen Behandlung zuführen zu können, bleibt eine große Herausforderung. Hilfreich wären da Biomarker zur Stratifizierung betroffener Patienten. Chinesische Forscher finden Veränderungen im Metabolom und Proteom von Patienten.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 02.06.2020  12:00 Uhr

Akute-Phase-Proteine als Biomarker

Unter 20 Proteinen, die bei nicht-schweren und schweren Krankheitsverläufen deutlich unterschiedlich exprimiert werden, entdeckten die Forscher zehn Proteine der »Akuten Phase« (Akute-Phase-Proteine; APPs). Derartige Proteine werden typischerweise während früher Stadien der Immunantwort auf eine Virusinfektion exprimiert. Zu den wichtigsten dieser hochregulierten Proteinen in den Seren von Covid-19-Patienten mit schwerem Verlauf zählten Serumamyloid A-1 (SAA1), Serumamyloid A-2 (SAA2), Serumamyloid A-4 (SAA4), C-reaktives Protein (CRP), Alpha-1-Antichymotrypsin (SERPINA3) und Serumamyloid P-Komponente (SAP/APCS).

Die Studie des chinesischen Forscherteams zeigt erstmals systematisch auf, welche massiven Veränderungen in der Protein- und Metaboliten-Zusammensetzung mit schweren Covid-19-Verläufen einhergehen. Diese Veränderungen bieten nützliche diagnostische und therapeutische Anhaltspunkte bei der Suche nach einer angemessenen Versorgung von Covid-19-Patienten.

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