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Hirnforschung
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Spielen und Lachen sind evolutionär verankert

Nicht nur der Mensch spielt gerne – der Spieltrieb ist allen Säugetieren angeboren. Forschende konnten nun klären, welche Hirnstrukturen das Lachen und das Spielen steuern. 
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 01.06.2026  13:30 Uhr

Ratten sind sehr verspielte Tiere. So zeigen Experimente, dass sie begeistert Verstecken spielen, aber auch schnell das Interesse verlieren, wenn »ihre Menschen« nicht richtig mitspielen.

Kitzelt man die Nagetiere, geben sie typische 50-kHz-Laute von sich, die Forschende als Äquivalent zum menschlichen Lachen interpretieren. Dieses Verhalten veranlasste Dr. Natalia Gloveli, mit ihrem Team zu untersuchen, welche Hirnareale Spieltrieb und Lachen steuern. Dabei fokussierten sie sich auf das periaquäduktale Grau (PAG) im Mittelhirn. Es fungiert als eine Art Schaltzentrale für Verhaltens- und Gefühlsreaktionen – etwa Schmerz, Angst, Abwehr, Lautäußerungen, aber auch Spielverhalten. 

Blockade stoppt Spiel und Lachen

War das PAG mit Muscimol, einem GABA-A-Rezeptor-Agonisten, abgeschaltet, reagierten die Ratten weniger auf das Kitzeln, äußerten kaum noch Laute und spielten deutlich weniger.

Reize auf die Nervenzellen der seitlichen (lateralen) PAG-Säule zeigten schwache Aktivität beim einfachen Berühren, stärkere beim Spiel und am stärksten beim Kitzeln. Dieses Muster spiegele offenbar eine Art »Spaß-Erlebnis« wider, heißt es.

Auch der emotionale Zustand beeinflusst die Aktivität der Neurone: Waren die Tiere gestresst, war das PAG ebenfalls weniger aktiv und damit auch ihr Spieltrieb reduziert.

Die im Fachjournal »Cell« veröffentlichten Daten weisen damit erstmals auf einen klar lokalisierbaren »Spiel-Schaltkreis« im Gehirn hin. Spiel und Lachen scheinen demnach tief in evolutionär alten Hirnstrukturen verankert zu sein.

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