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Alter und Vorerkrankungen
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So stark steigt das Risiko bei Covid-19

Ein fortgeschrittenes Lebensalter und verschiedene Vorerkrankungen erhöhen das Risiko, bei einer SARS-CoV-2-Infektion schwer an Covid-19 zu erkranken. Das Ausmaß des Risikoanstiegs ist dabei aber unterschiedlich. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat jetzt konkrete Zahlen dazu veröffentlicht.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 03.12.2020  09:00 Uhr

Wie viele sind betroffen?

Was Teil 2 seines Auftrags anbetrifft, nämlich die Anzahl der Personen abzuschätzen, die den jeweiligen Risikogruppen angehören, stellt der G-BA fest, »dass alleine über das Kriterium Alter der weitaus größte Teil der besonders vulnerablen Gruppen abgedeckt sein dürfte«. Denn bei den 60- bis 65-Jährigen gebe es bereits eine große Überlappung mit Vorerkrankungen.

Menschen ab 60 Jahren gebe es in Deutschland etwa 23,7 Millionen, hinzu kämen circa 200.000 Frauen mit Risikoschwangerschaften, circa 250.000 Pa­tienten mit Herzinsuffizienz unter 60 Jahren, circa 200.000 Patienten mit zerebrovaskularen Erkrankungen unter 60 Jahren, 1,2 Millionen Typ-2-Diabetiker unter 60 Jahren, circa 165.000 Krebspatienten unter Therapie, 50.000 organtransplantierte Patienten, circa 1,5 Millionen COPD-/Asthmapatienten unter 60 Jahren und circa 80.000 Patienten mit Niereninsuffizienz. Insgesamt seien dies etwa 27,35 Millionen Personen.

Diese Zahlen sollte man sich merken, denn sie werden sicher wieder eine Rolle spielen, wenn es um die Verteilung von Impfstoffen geht. Allerdings wird es dabei dann auch Berufsindikationen geben, die sich nach der Zahl der (Risiko-)Kontakte der jeweiligen Person und nicht nach ihrem eigenen Erkrankungsrisiko richten.

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