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Powernap
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So gelingt der perfekte Mittagsschlaf

Mittagsschlaf ist bloß für Babys? Keineswegs! Ein Powernap ist ein kleiner Neustart fürs Gehirn, sagen Experten. Sieben Fragen und Antworten rund um das wichtigste Päuschen des Tages.
AutorKontaktdpa
Datum 10.10.2025  14:00 Uhr

Nach der Frühschicht, in der Homeoffice-Mittagspause oder am Wochenende: Viele Menschen schwören auf ein Nickerchen tagsüber. Was bringt's und wie können wir das Maximum aus dieser kleinen Pause herausholen? Experten geben Antworten auf sieben Fragen.

Ist Mittagsschlaf gesund? »Ja! Aber nur, wenn wir Mittagsschlaf als Powernap definieren«, sagt Markus Specht, Leiter des Zentrums für interdisziplinäre Schlafmedizin an der DKD Helios Klinik in Wiesbaden. Das heißt: nicht wirklich tief einschlafen, sondern nur kurz wegdösen.

In mediterranen Ländern, in denen regelmäßig Siesta gehalten wird, haben Studien zudem ergeben, dass die Bevölkerung weniger häufig an Herzkreislauferkrankungen, krankhaftem Übergewicht oder Schlaganfällen leidet.

»Gleichzeitig haben Untersuchungen bei Menschen in den USA gezeigt, dass sich genau diese Faktoren verbessert haben, wenn sie zuvor tagsüber kein Schläfchen gehalten haben, aber dann damit angefangen haben«, sagt Dr. Simone Koch, Ärztin, Hormonexpertin und Biohackerin. Ihr Spezialgebiet ist unter anderem, zu erforschen, wie sich natürliche Vorgänge im Körper durch gesündere Verhaltensweisen optimieren lassen.

Welches ist der perfekte Zeitpunkt für einen Powernap?

Nach dem Mittagessen, idealerweise zwischen 13 und 14 Uhr für 15 bis 20 Minuten hinlegen und die Augen schließen, rät Specht. »Dann befindet sich unser Körper in seinem natürlichen Tief und gleitet leichter in den Entspannungsmodus.«

Wichtig ist es nur, danach konsequent wieder aufzustehen, um nicht fest einzuschlafen. Sein Tipp: »Stellen Sie sich unbedingt einen Wecker!«

Was passiert im Gehirn während eines Nickerchens?

Wenn wir die Augen schließen und einfach abwarten, was passiert, begibt sich das Gehirn in einen meditativen Zustand. Die Gehirnströme befinden sich im sogenannten Alpha-Rhythmus, das Bewusstsein fährt ein wenig runter.

»Man kann sich das ein bisschen wie einen Bildschirmschoner für den Kopf vorstellen, der im Hintergrund aufräumt und dann das System neu startet. Darum fühlen wir uns nach einem gelungenen Powernap auch so erfrischt«, sagt Specht.

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