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Beatmungsbedingte Verletzungen
Schutz der Lunge durch microRNA

Nanopartikel mit microRNA

Das Problem: Die Expression von miR-146a ist unter normalen Umständen nicht hoch genug, um Lungenschäden durch längere Beatmung zu verhindern. Deshalb schlagen die Wissenschaftler vor, viel höhere Spiegel von miR-146a in der Lunge anzustreben, um Entzündungen abzuwehren. Offenbar keine schlechte Idee: Denn wenn in Zellversuchen eine Überexpression von miR-146a ausgelöst wurde, die dann mechanischem Stress ausgesetzt waren, war die Entzündungsreaktion in Untersuchungen verringert.

Auch Tierversuche mit beatmeten Mäusen verliefen positiv. Die Wissenschaftler verabreichten einigen Tieren pulmonal Nanopartikel, die miR-146a enthielten. Das führte zu einem 10.000-fachen Anstieg des Moleküls. Das Ergebnis: Die Entzündungsreaktion war milder und der Sauerstoffgehalt blieb im Normalbereich. In den Lungen beatmeter Mäuse, die Placebo-Nanopartikel erhalten hatten, war der Anstieg von miR-146a dagegen gering und bot wenig Schutz.

Als nächstes wollen die Forscher herausfinden, welche Auswirkungen die Manipulation der miR-146a-Spiegel in anderen Zelltypen hat. Diese Funktionen können sich je nach Aufgabe des jeweiligen Zelltyps erheblich unterscheiden.

Angesichts der Vielzahl beatmeter Covid-19-Patienten wären weitere und schnelle Forschungserfolge natürlich besonders erfreulich. Leider liegt eine mögliche Anwendung dieser Therapie beim Menschen aber wohl noch in ferner Zukunft.

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