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Wirksamkeit und Sicherheit
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Schmerzmittel bei kurzzeitigen Rückenschmerzen hinterfragen

»Trotz fast 60-jähriger Forschung gibt es immer noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Sicherheit von häufig verwendeten Schmerzmitteln (Analgetika) bei kurzen Anfällen von Kreuzschmerzen« – zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Die Autorinnen und Autoren raten zu einem zurückhaltenden Einsatz von Schmerzmitteln.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 12.04.2023  11:00 Uhr

Keine Empfehlung für Schmerzgele und -cremes

Abgeraten wird von Paracetamol, Flupirtin und Muskelrelaxanzien allgemein sowie den Antikonvulsiva Gabapentin, Pregabalin, Topiramat und Carbamazepin. Antidepressiva sind nur bei Depression oder Schlafstörung als Komorbidität eine Option. Ebenso rät die Leitlinie ab von Teufelskralle, Beinwell und topischen NSAR. Allerdings können Capsaicin-Pflaster und -Cremes im Rahmen des Selbstmanagements in Kombination mit aktivierenden Maßnahmen angewendet werden.

Opioide sollen eher zurückhaltend eingesetzt werden. Sie können bei akuten, nicht-spezifischen Rückenschmerzen bei fehlendem Ansprechen oder Vorliegen von Kontraindikationen gegen nicht opioide Analgetika angewendet werden. Als eine der wichtigsten Maßnahmen bei Rückenschmerzen gilt Bewegung.

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