Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Junge Erwachsene
-
Schlaganfälle nach Covid-19-Impfung von Astra-Zeneca

Erstmals wurden drei Fälle von Schlaganfällen bei jungen Menschen nach einer Impfung mit Vaxzevria®, dem Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca, gemeldet. Die Pathologie ähnelt der bei Patienten mit Hirnvenenthrombosen.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 26.05.2021  18:00 Uhr

Die drei Fallbeschreibungen im Detail

Patientin 1 (Alter Mitte 30) entwickelte sechs Tage nach der Vaxzevria-Impfung anhaltende Kopfschmerezn auf der rechten Seite sowie rund um ihre Augen. Fünf weitere Tage später fühlte sie sich nach dem Aufwachen benommen und verspürte eine Schwäche im linken Gesicht, Arm und Bein. Die rechte mittlere Hirnarterie war blockiert und ein Hirninfarkt lag vor, zudem Blutgerinnsel in der rechten Portalvene. Sie musste sich einer Hirnoperation unterziehen, um den Druck im Hirn zu lindern. Sie erhielt eine Plasmapherese und Fondaparinux, verstarb jedoch.

Patientin 2 (Alter Ende 30) hatte sich zwölf Tag nach der Vaxzevria-Impfung mit Kopfschmerzen, Verwirrung, einer Schwäche im linken Arm und Sehverlust auf der linken Seite vorgestellt. Beide Carotiden waren blockiert, zudem weitere Artieren, die Herz- und Lunge versorgen (Lungenembolie), sowie eine Sinusvene. Sie sprach auf eine Therapie mit Plasmapherese, intravenösen Corticosteroiden und Fondaparinux an.

Patient 3 war ein Mann in den frühen 40ern. Drei Wochen nach der Impfung hatte er Probleme mit dem Sprechen sowie Verstehen von Sprache (Dysphagie). Er hatte ein Gerinnsel in der linken mittleren Hirnarterie, aber kein Anzeichen für eine Sinusthrombose. Er erhielt eine Thrombozyten- und Plasmatransfusion sowie Fondaparinux und blieb daraufhin stabil.

Mehr von Avoxa