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Kulturgeschichte
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Schlaf im Wandel

Die Uhr ist auf Winterzeit umgestellt. Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit stört den Schlaf vieler Menschen. Vor einigen Jahrhunderten hingegen war eine durchgehende Nachtruhe unüblich. Eine Reise in die Geschichte des Schlafs.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 24.10.2020  11:00 Uhr

Deutungsmacht Naturwissenschaft?

Die postmoderne Gesellschaft sorge sich inzwischen mehr um »den Verlust des Schlafs, um Schlafstörungen und Schlafmangel«, so die Historikerin. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen, was guten Schlaf ausmacht, hätten sich aber auch die kulturellen schlaffördernden Traditionen wie Wiegenlieder, Gute-Nacht-Geschichten oder Rituale wie das abendliche Abschiednehmen erhalten. Das zeige, so die Autorin, dass die Deutungsmacht der Naturwissenschaften nicht in alle Lebensbereiche vorgedrungen sei. Warum wir eigentlich schlafen, wie und warum der Schlaf beginnt, wie und von wo aus er gesteuert wird, darauf habe die Schlafforschung auch nach jahrzehntelanger Forschung keine überzeugende Antwort gefunden. »So gehört der Schlaf bis heute zu den Themen und Wissensobjekten, die sich dem Zugriff auch der modernen, hoch spezialisierten und technisierten Wissenschaft entziehen«, meint Ahlheim. Und so bleibe der Schlaf auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch ein Geheimnis. 

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