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Versorgung und Reformen
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Rita Süssmuths Vermächtnis für die Gesundheitspolitik

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) griff im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum Tod der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth am 1. Februar 2026 aktuelle gesundheitspolitische Herausforderungen auf und würdigte zugleich Süssmuths Lebenswerk.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 26.03.2026  14:14 Uhr

Als Nina Warken über das Vermächtnis von Rita Süssmuth in der Konrad-Adenauer-Stiftung sprach, wurde deutlich, welchen großen Einfluss die Politikerin auf das deutsche Gesundheitswesen bis heute hat. »Rita Süssmuth war eine Vordenkerin und Vorkämpferin. Sie war ihrer Zeit oft Jahre voraus«, sagte Warken.

Süssmuth wurde im September 1985 als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit von Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl in die damalige Bundesregierung berufen. Sie war als Nachfolgerin von Heiner Geißler eine von zwei Frauen im damaligen Kabinett.

»Die richtige Frau zur richtigen Zeit«

In der Diskussionsrunde betonte die Ministerin die derzeit großen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik und zog dabei klare Verbindungen zu Süssmuths prägendem Wirken für ein modernes Gesundheitswesen. Es werde aktuell »teilweise eine schwierige Debatte geführt«, so Warken, beispielsweise zum Thema Impfen. Mittlerweile werde vieles vermischt, Fake News würden verbreitet und so komme man in eine Spirale, »dass wir uns Sorgen um die Impfquote machen müssen«. Doch die Ministerin betonte: »Es gilt da einfach aufzuklären; den Menschen die Vorteile von Impfungen näherzubringen und einfach immer wieder zu betonen, dass bei uns im Land der Schwerpunkt auf eine evidenzbasierte Medizin gelegt wird und die Menschen sich darauf verlassen können, dass das der Grundpfeiler ist.« 

Auch Rita Süssmuth habe zu ihrer Zeit immer wieder eine evidenzbasierte und nicht stigmatisierende Gesundheitspolitik vorangetrieben und auch aus den eigenen Reihen verteidigt. Sie sei die »richtige Frau zur richtigen Zeit« gewesen und habe gegen erheblichen Widerstand die Weichen für die erfolgreiche und solidarische Bekämpfung der HIV-Aids-Epidemie, die sich in den 1980er-Jahren weltweit ausbreitete, gestellt. Süssmuth habe sich dabei auch »vehement gegen ein Klima der Angst, genauso wie gegen die Isolation und die Ausgrenzung der Erkrankten« gestemmt.

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