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Fehlende Betriebssicherheit
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Rechenzentren erweitern Kapazitäten für AvP-Apotheken

Nach der Einleitung des Insolvenzverfahren beim Rechenzentrum AvP bringen sich die anderen Abrechner in Stellung. Ziel ist es, kurzfristig mit den Apotheken Verträge abzuschließen, damit diese möglichst schnell Rezepte abrechnen können und künftig ihre Abschlagszahlungen ordnungsgemäß erhalten. Allerdings hilft dies nicht in Bezug auf die fehlenden Abrechnungszahlungen der vergangenen Tage und Wochen. Aber auch die Apobank will helfen.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 18.09.2020  16:30 Uhr
Apotheken-Rechenzentren verfolgen unterschiedliche Akquise-Strategien

Apotheken-Rechenzentren verfolgen unterschiedliche Akquise-Strategien

Das Unternehmen betonte gegenüber der PZ, dass sie »bewusst ohne aktive Akquise«, die Apotheken unterstützen möchten, um die »Existenz kämpfender Apotheker nicht zusätzlich zu belasten«. Zudem erklärte der Verbund: »Unsere Angebote sind laufzeitfrei, transparent und ohne versteckte Kosten für Zusatzdienstleistungen, bei gleichzeitiger Sicherstellung, dass die Apotheke ohne jegliche Abtretung für Factoring Inhaber Ihrer Forderungen bleibt, was einen zusätzlichen Schutz vor Insolvenz bedeutet.«

Ganz anders reagierte der Noventi-Konzern mit seinen Abrechnern (insbesondere VSA) gleich am Mittwoch, als bekannt wurde, dass AvP in einem Insolvenzverfahren involviert ist. Mit einem Hilfsprogramm von 250 Millionen Euro rührte Noventi die Werbetrommel, um angeschlagene AvP-Apotheken ins eigene Boot zu holen. Mit welchen Konditionen diese Millionen den Apothekern allerdings helfen sollen, bleibt offen. Entsprechende Nachfragen der PZ blieben vonseiten der Noventi unbeantwortet. Was konkrete Konditionen und Kosten der neuen Vertragsoptionen angeht, möchten sich die Apotheken-Rechenzentren nicht äußern. 

Betriebssicherheit soll wiederhergestellt werden

Die Apothekenrechenzentren können somit zwar schnell neue Verträge mit den Apothekern abschließen und damit künftig Betriebssicherheit für die Apothekeninhaber schaffen. Allerdings haben die privat geführten Unternehmen auch ein großes Interesse daran, Verträge mit den Apotheken abzuschließen und demnach mehr Rezepte abzurechnen und somit auch höhere Umsätze zu erzielen. Für die vergangenen Tage und Wochen, in der die AvP-Apotheken die Rezepte mit dem vermutlich insolventen Düsseldorfer Rechenzentrum, abgerechnet haben, stehen die Abschlagszahlungen immer noch aus und werden in der nächsten Zeit auch nicht beglichen werden können.

Den Apothekern bleibt somit nichts anderes übrig, als den eigenen Notgroschen für die finanziell unsichere Zeit zu verwenden oder einen Kredit aufzunehmen. Die Apobank richtete dafür jüngst eine eigene Hotline ein. Die Apothekerbank verspricht dabei: »Als sofortige Maßnahmen sind erstmal Zwischenfinanzierungen mit Kreditlinien oder Überbrückungskrediten denkbar. Die Art der Soforthilfe orientiert sich an dem individuellen Liquiditätsbedarf, d. h. in welcher Höhe und über welchen Zeitraum ein Liquiditätsengpass zu erwarten ist.«

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