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Leistungsdruck im Job
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Psychologische Ursachen – und Lösungen

Ständiger Leistungsdruck, digitale Dauererreichbarkeit und hohe Erwartungen sind für viele Berufstätige im Arbeitsalltag normal. Doch chronischer Stress kann Folgen haben. Arbeitspsychologen erklären, was dagegen schützt.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 07.01.2026  15:30 Uhr

Hohe Erwartungen von außen, der eigene Perfektionismus oder die ständige Erreichbarkeit im digitalen Arbeitsalltag: Leistungsdruck ist für viele Berufstätige ein ständiger Begleiter. Auf lange Sicht kann das gesundheitliche Folgen haben – und bis zum Burn-out führen. Was können wir tun, damit es nicht so weit kommt?

Von Leistungsdruck spricht man, wenn Beschäftigte »gute Arbeit beziehungsweise akzeptable Arbeitsqualität in begrenzter Zeit bei gegebener Arbeitsmenge« leisten müssen, so eine Definition der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua). Herausfordernd sei dabei oft, dass Beschäftigte das Gefühl haben, unterschiedliche – teils auch widersprüchliche – Erwartungen erfüllen zu müssen, sei es von Vorgesetzten, Klienten oder Patientinnen.

Viele empfinden zudem Druck, ihre Arbeit fehlerfrei zu machen, richtige Entscheidungen zu treffen, Verantwortung für ihre Arbeitsergebnisse zu tragen und ihre Tätigkeiten fachlich kompetent und gleichzeitig effektiv auszuüben.

Externe und interne Auslöser unterscheiden

Wichtig sei, zwischen subjektivem und objektivem Leistungsdruck zu unterscheiden, sagt der Arbeitspsychologe Sebastian Jakobi. »Ich muss die oder der Beste sein« oder »Ich darf keine Fehler machen«: Wer so denkt, verspürt subjektiven Leistungsdruck. Während der Antreiber bei subjektivem Leistungsdruck in einem selbst liegt, liege objektiver Leistungsdruck vor, wenn zum Beispiel durch Personalmangel viele Aufgaben auf einem lasten.

»Äußere Antreiber können neben Personalmangel und Arbeitsmenge auch Termindruck oder die Konkurrenz sein«, sagt Emma Erhard, Psychologin bei IFBG, einer Ausgründung der Universitäten Konstanz und Karlsruhe (KIT).

Oft liegt aber auch eine Kombination von internen und externen Auslösern für Leistungsdruck vor. Glaubenssätze wie »Sei perfekt«, »Mach es allen recht« oder »Sei stark« könnten den äußeren Leistungsdruck zusätzlich verstärken. »Sie wirken oft unbewusst und sorgen dafür, dass wir uns selbst immer wieder antreiben, auch wenn wir längst erschöpft sind«, so Erhard.

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