»Führungskräfte können entscheidend dazu beitragen, dass in ihrem Team Leistungsdruck abgefedert wird«, sagt Arbeitspsychologe Jakobi. Dazu gehöre etwa, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen und regelmäßig Pausen machen und auf Work-Life-Balance achten. Auch sollten Führungskräfte den Team-Mitgliedern realistische Ziele setzen und für eine klare Kommunikation sorgen.
Angebote im Unternehmen – etwa Stressmanagement-Workshops oder Resilienz- oder Achtsamkeitstrainings – können ebenfalls zu einem gesunden Umgang mit erlebtem Leistungsdruck beitragen. »Entscheidend ist dabei stets eine vorherige Bedarfserhebung, um zu verstehen, wie es den Beschäftigten wirklich geht und welche Maßnahmen sinnvoll sind«, so Erhard.
Und: Wer selbst merkt, dass der Druck dauerhaft zu hoch ist und das Gefühl hat, damit nicht mehr alleine zurechtzukommen, darf und sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. »Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck von Selbstfürsorge«, so Erhard.