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Elektronische Gesundheitskarte

Pilottest auf Frühjahr verschoben

Das Projekt Elektronische Gesundheitskarte (EGK) verzögert sich weiter. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung mitteilte, wird der für diesen Herbst geplante Pilottest in der Region verschoben. Die Apotheker bleiben gelassen.
Cornelia Dölger
26.10.2018  15:16 Uhr

Acht Wochen lang sollten bis zu 75 Arztpraxen, ein Krankenhaus und 15 Apotheken in der Region testen, ob die Karte mit ihren neuen Funktionen praxistauglich ist und von den Versicherten angenommen wird. Unter anderem sollen Anwendungen zum Notfalldatenmanagement sowie zum elektronischen Medikationsplan geprüft werden.

Dieser Praxistest wird nun erst einmal verschoben – wegen Formalitäten, sagt die KVWL und kündigt an, dass ein neuer Termin für das kommende Frühjahr geplant sei. Die Apotheker in der Region reagieren auf die Verzögerung mit Verständnis. »Wir haben es bei diesem Riesenprojekt mit einer sehr großen Gemengelage zu tun«, sagte Stefan Lammers von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe der PZ.

Immerhin seien zahlreiche Projektbeteiligte mit unterschiedlichen Anforderungen sowie verschiedene Technologien und immens hohe Ansprüche an diese Technologien zu berücksichtigen. Dass der Zeitplan nicht ganz aufgehe, sähen die Apotheker dementsprechend »entspannt«. 

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