Digitale Packungsbeilagen sollen zukünftig helfen, Patienten schneller und übersichtlicher über Arzneimittel zu informieren. / © Getty Images/Westend61
Nach positiven Ergebnissen aus Pilotvorhaben in 14 europäischen Ländern startet auch in Deutschland ein Pilotprojekt, das den Einsatz von digitaler Patienteninformation im stationären Umfeld erproben soll. Darüber informiert der Verband Pharma Deutschland in einer aktuellen Pressemitteilung. Initiatoren des Vorhabens mit der Bezeichnung »Krankenhauspilot« sind die Branchenverbände Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Pharma Deutschland, Pro Generika und der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).
Das Projekt ist Teil des bereits laufenden diGItal-Projekts der Verbände, das auf der 2016 gestarteten Initiative »Gebrauchsinformation 4.0« aufbaut. Das Teilprojekt »Krankenhauspilot« soll die Nutzung von digitalen Patienteninformationen für ausgewählte Arzneimittel ab dem dritten Quartal 2026 im Stationsalltag erproben und kontinuierlich evaluieren.
Parallel dazu werden in einem weiteren Teilprojekt die Bereitstellung digitaler Patienteninformationen in den Versicherten-Apps der gesetzlichen Krankenkassen vorangetrieben. Dort sollen die Informationen in der Übersicht der eingelösten E-Rezepte hinterlegt werden, sodass die Versicherten über ihre Krankenkassen-App einfachen Zugang zu den Packungsbeilagen der verordneten Medikamente erhalten. Seit Dezember 2025 seien die ersten zwei Krankenkassen angebunden, weitere sollen sukzessive folgen, informiert Pharma Deutschland.
Digitale Patienteninformationen werden über eine App oder eine Website bereitgestellt und können durch einen Scan des Barcodes auf der Umverpackung abgerufen werden. Sie bieten gegenüber ihren Vorläufern aus Papier einige Vorteile. Neben optimierten Darstellungsmöglichkeiten und Suchfunktionen zählt dazu auch, dass sie stets auf dem neuesten Stand sind.