Pharmazeutische Zeitung online
Weltapothekerverband

Pharmazeutischen Berufe weiterentwickeln

Ein globales Programm zur Förderung der pharmazeutischen Berufe wurde heute von der Internationalen Pharmazeutischen Föderation (FIP) gestartet. Ziel des Programms ist es, anpassungsfähige, flexible und kompetente pharmazeutische Fachkräfte aus- und fortzubilden.
Julia Endris
24.04.2019
Datenschutz bei der PZ

Pharmazeutische Fachkräfte seien der Schlüssel zu einem qualitativ hochwertigen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen sowie zu sicheren und wirksamen Arzneimitteln und Impfstoffen, so der FIP. »Investitionen in pharmazeutische Mitarbeiter tragen zur Stärkung der Gesundheitssysteme und zur Erreichung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung bis 2030 bei, wie in den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung dargelegt. Unsere Vision ist es, dass jedes Land eine nationale Strategie und einen Aktionsplan für die Entwicklung der pharmazeutischen Arbeitskräfte hat«, erläutert Professor Ian Bates, Direktor des Workforce Development Hub der FIP.

Das neue Workforce Transformation Programme (WTP) ist flexibles Modell, das Länder bei der Bewertung ihrer individuellen Bedürfnisse und Prioritäten im Apothekenbereich unterstützen soll. Es soll bei der Entwicklung bedarfsgerechter Personalstrategien und -infrastrukturen unterstützen. So soll das WTP auch dazu dienen, nationale Lösungen, Instrumente, Mechanismen und Ressourcen für die Umsetzung zu erarbeiten.

Die Jordan Pharmacists Association (JPA), Mitglied der FIP, ist das erste nationale Führungsgremium für Apotheker, das das Programm heute in Amman, Jordanien, übernommen hat. »Da die Nachfrage nach qualifizierten jordanischen Apothekenmitarbeitern steigt und gleichzeitig die Krankheiten und Medikationen immer komplexer werden, ist es heute wichtiger denn je, die Rolle der Apotheker und pharmazeutischen Mitarbeiter im Gesundheitssystem auszubauen und ihre Leistungsfähigkeit qualitativ und quantitativ zu sichern«, erläutert Zeid Al Kilani, Präsident der Jordanischen Apothekervereinigung. Das neue FIP-Programm biete konkrete Lösungen für eine angemessene Planung und Entwicklung der nationalen Arbeitskräfte in der Apotheke.

Für FIP-Chefin Dr. Catherine Duggan benötigen pharmazeutische Mitarbeiter auf der ganzen Welt eine globale Vision mit klaren und konsensorientierten Zielen, die mit den globalen Gesundheitsstrategien übereinstimmen. Das WTP biete einen realistischen und machbaren Rahmen für einen echten Wandel. »Wir beglückwünschen die JPV dazu, dass sie als erstes unserer Mitglieder dem Programm beigetreten ist und freuen uns darauf, die Weiterentwicklung des Berufsstandes in anderen Ländern zu fördern und zu unterstützen«, so Duggan. 

Mehr von Avoxa