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BPhD
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Pharmaweekend zu Frauengesundheit

Am Wochenende vom 19. bis 21. Juni kamen etwa 50 Studierende, Pharmazeuten im Praktikum, Apothekerinnen und weitere Interessierte zum 23. Pharmaweekend des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) in Greifswald zusammen. Das Motto lautete »Fokus Frau – die weibliche Gesundheit im Blick«.
AutorKontaktPZ
Datum 25.06.2026  14:30 Uhr

»Frauengesundheit wird häufig als Nischenthema abgetan. Wenn man allerdings bedenkt, dass Frauen circa 50 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, zeigt sich schnell, dass es sich zwar um ein vernachlässigtes, aber keinesfalls unwichtiges Thema handelt«, sagte A. Leonie Thelen, Beauftragte für Fort- und Weiterbildung des BPhD, in einer Pressemitteilung des Verbands.

Es fehlen weiterhin gendersensible Studien, zudem bestehen große Forschungslücken bei Krankheiten, die vor allem Frauen betreffen. Deshalb habe sich der BPhD gemeinsam mit dem Fachschaftsrat Pharmazie der Universität Greifswald entschieden, das Pharmaweekend diesem Thema zu widmen.

Dr. Georg Engel, Präsident der Landesapothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern, eröffnete die Veranstaltung. Anschließend sprach Dr. Sandra Klein, Professorin für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie an der Universität Greifswald, im Festvortrag »Women’s Health – Zeit für neue Wege« über geschlechtsspezifische Unterschiede in Forschung, Diagnostik und Therapie sowie über die Folgen des Gender Data Gaps.

Am Samstag stellte Professor Dr. Sylvia Stracke, stellvertretende Klinikleitung der Universitätsmedizin Greifswald und Leiterin des Bereichs Nephrologie und Hypertensiologie, geschlechtersensible Medizin in einer Weiterbildung vor. Zudem sprach Dr. Christoph Ritter, Professor für Klinische Pharmazie der Universität Greifswald, über Therapie und Arzneimittelsicherheit bei Frauen mit Krebserkrankungen, insbesondere bei gynäkologischen Karzinomen.

Dr. Eleanor Hüttel, beratende Apothekerin der Embryonaltoxikologie der Charité, erklärte die Grundlagen der Arzneimitteltherapie in Schwangerschaft und Stillzeit und ging auch auf Selbstmedikation ein. Zum Abschluss des Samstags beleuchtete Dr. Andreas Putz, Chefarzt der Frauenklinik und des Zentrums für Neuropelveologie Neubrandenburg, Endometriose und chronische Beckenschmerzen sowie deren Symptome, Diagnostik und Therapie.

Am Sonntag folgten drei weitere Vorträge. Kerstin Futterer, Diplom-Ökotrophologin und Vorsitzende des Vereins PCOS Selbsthilfe, klärte über das multifaktorielle polyendokrine metabolische Ovarsyndrom (PMOS, ehemals PCOS) auf und zeigte den Weg von der Diagnose bis zur Behandlung. Sie gab zudem konkrete Grundlagen für die Basistherapie mit.

Dr. Friederike Vogeler, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Kompetenzzentrums Stralsund, erläuterte die Entwicklung von Diagnostik und Therapie der Endometriose im Zeitverlauf. Den Abschluss bildete Professor Dr. Gertraud Stadler von der Charité Berlin mit einem Vortrag zur personalisierten Medizin. Sie zeigte, wie sich das Geschlecht in Forschung, Lehre und Versorgung stärker berücksichtigen lässt.

Workshops und Trainings

Am Samstag konnten die Teilnehmenden an Soft-Skill-Trainings teilnehmen, etwa, um zu lernen, wie sich Gruppendynamiken besser wahrnehmen lassen oder wie sie Routinen etablieren können, um ungünstige Gewohnheiten im Alltag zu verbessern.

Ein weiteres Training behandelte Geschlechterdiskriminierung. Die Teilnehmenden räumten mit gängigen Mythen auf und diskutierten, wie sich Diskriminierung in Hochschulen, Forschung und im Gesundheitssystem wirksam entgegenwirken lässt.

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