40 Prozent der Angehörigen zeigten Interesse an staatlichen Angeboten wie einer nationalen Telefonhotline oder krankheitsspezifischen Informationen, doch nur 10 Prozent hatten diese bereits genutzt. In Deutschland ist das Pflegetelefon ein solches Angebot, die Beratung ist anonym und vertraulich.
Die Wissenschaftlerinnen plädieren dafür, pflegende Angehörige routinemäßig auf psychische Belastungen und ihren Bedarf an unterstützender Versorgung zu untersuchen. Ihnen zufolge treten zum Beispiel Depressionen und Angstzustände bei pflegenden Familienmitgliedern häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Fehlten Unterstützung und Hilfsangebote für die Pflegenden, könne neben deren Wohlbefinden auch ihre Fähigkeit beeinträchtigt werden, die betreute Person zu unterstützen.