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Falsch ausgezeichnet

Pfizer ruft Antibabypille zurück

Wegen falsch bedruckter Tablettenverpackungen ruft der Pharmahersteller Pfizer mehrere Chargen einer Antibabypille zurück: Es drohen Anwendungsfehler und ungewollte Schwangerschaften.
dpa
10.12.2018
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Frauen, die zwischen 27. November und 3. Dezember das Verhütungsmittel »Trigoa« aus den betroffenen Chargen X34106, X51153 und W98332 erhalten haben, sollen das Medikament über Apotheken zurückgeben, wie das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) am 7. Dezember mitteilte. Der Rückruf könne jedoch auch Frauen betreffen, denen die Pille vor dem 27. November verschrieben wurde, weil Rezepte bis zu drei Monate beliefert werden könnten, hieß es in den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlichten Informationen.

Bei den genannten Chargen ist die Einnahmereihenfolge auf den sogenannten Blistern falsch ausgewiesen. Das bestätigte das Unternehmen Pfizer auf Anfrage. »Durch daraus möglicherweise resultierende Anwendungsfehler des Arzneimittels ist das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft gegeben«, warnt das Lageso als Aufsichtsbehörde des in Berlin ansässigen Herstellers. Die Dragees in der Packung sind unterschiedlich dosiert, deshalb ist die korrekte Reihenfolge bei der Einnahme wichtig. »Die betroffenen Patientinnen werden gebeten, die Ware über eine Apotheke zurücksenden zu lassen«, erklärte Pfizer.

Wie viele Packungen den Fehler aufweisen, sagt derHersteller zunächst nicht. Am Wochenende war von »einer niedrigen Anzahl« die Rede. Heute teilte eine Pfizer-Sprecherin mit, weitere Informationen seien derzeitnicht geplant. Auch von der Berliner Behörde gab es heute auf Anfrage zunächst keinenäheren Angaben.

Bei »Trigoa« handelt es sich laut Hersteller um ein Kombinationspräparat: Jedes Dragée enthalte eine geringe Menge zweier weiblicher Hormone, ein Gestagen und ein Estrogen. Da die Dragées in der Packung drei abgestufte Mengen an Hormonen enthalten, wird diese »Pille« als Dreiphasenpräparat bezeichnet. »Es handelt sich um ein älteres Verhütungsmittel mit einem sehr geringen Marktanteil«, sagte Straetmans am Samstag. »Heute sind Mikropillen mit durchlaufend gleicher Dosierung gebräuchlich.« Da komme es auf die Einnahme in der richtigen Reihenfolge nicht an.

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