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Covid-19-Therapie
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Paxlovid bislang eher wenig nachgefragt

Paxlovid® als erstes oral verfügbares spezifisch gegen SARS-CoV-2 entwickeltes Medikament scheint nicht so breit zum Einsatz zu kommen, wie zunächst erwartet. Das sind die Gründe.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 03.03.2022  11:36 Uhr
Keine Option für Jüngere und Geboosterte

Keine Option für Jüngere und Geboosterte

«Es ist anhand bisheriger Daten kein Medikament für beispielsweise schlanke, sportliche 20-Jährige oder 60-Jährige mit Booster, die ein positives Testergebnis erhalten», sagte Kluge. Zum Einsatz bei Geimpften generell gebe es bisher keine verlässlichen Daten.

In Hinblick auf den frühzeitig nötigen Behandlungsbeginn verweist der Universitätsmediziner auf die Problematik, dass viele Patienten nicht sofort zum Arzt gehen und zusätzlich noch Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses vergeht.

Wegen der gebotenen Eile ist laut ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vorgesehen, dass Ärzte ausnahmsweise Rezepte direkt an Apotheken schicken, die das Medikament dann beim Großhandel bestellen und es «möglichst kontaktarm» per Boten an Patienten ausliefern. Apotheken dürfen Paxlovid aber nicht bevorraten.

Ein weiterer Haken sind mögliche Wechselwirkungen mit einer Reihe anderer Medikamente, etwa gegen Bluthochdruck, Krebs, Depressionen oder zur Behandlung anderer Infektionen. Dies dürfte die Verschreibung gerade für besonders gefährdete Patienten erschweren. Experten wie Kluge drängen darauf, die Gefahr von Wechselwirkungen zwingend zu überprüfen. In der Packungsbeilage sind Patienten aufgerufen, ihrem Arzt und Apotheker eine Liste ihrer Arzneimittel zu zeigen.

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