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Beratungsstellen

Patienten kämpfen mit mangelnder Transparenz

Vielen Patienten macht weiterhin mangelnde Transparenz in Gesundheits-Angelegenheiten zu schaffen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) aus dem Jahr 2018.
dpa
25.06.2019  09:44 Uhr

Ratsuchenden falle es oft schwer, verlässliche Informationen zu finden, zu bewerten und dann Ansprüche durchzusetzen, sagte der Geschäftsführer der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), Thorben Krumwiede, am Montag. So werde immer wieder berichtet, dass Krankenkassen Anträge ohne eine individuelle Begründung ablehnten. Versicherte erhielten auch immer noch Schreiben, die den Eindruck erweckten, dass ein Widerspruch erfolglos sein würde. Versicherte müssten sich aber darauf verlassen können, dass sie ihnen zustehende Leistungen auch erhielten.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, hob ebenfalls die Bedeutung von Transparenz hervor. Nur informierte Patienten könnten selbstbestimmte Entscheidungen treffen. Die UPD wertete für die Einschätzungen 128.600 Beratungen des vergangenen Jahres aus. Mehr Beratungen gab es demnach unter anderem zu Themen rund um Patientenrechte und den Verdacht auf Behandlungsfehler.

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