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Pharmazeutische Betreuung
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»Ohne die Apotheke geht es nicht«

Bei der Stärkung der Adhärenz und den pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) wird es immer um Vertrauen und den persönlichen Kontakt zum Patienten gehen. Das wurde bei der Mitgliederversammlung der Förderinitiative Pharmazeutische Betreuung (FI) in Berlin klar. Aber auch: Die Apotheken dürfen sich jetzt nicht zurücklehnen, wenn sie die pDL zum Fliegen bringen wollen.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 30.11.2023  09:00 Uhr

Warum gibt es nicht mehr pDL?

Warum die Vor-Ort-Apotheken die honorierten pharmazeutischen Dienstleistungen hierzulande nur zögerlich implementieren, ist der Hintergrund eines weiteren Förderprojekts. Wo liegen also die Probleme bei der Umsetzung?

Aufschluss soll eine Online-Befragung sowie eine Reihe von persönlichen Interviews in den Vor-Ort-Apotheken liefern. Erste Ergebnisse liegen bei diesem Projekt bereits vor. Es zeichnet sich ab, dass bei der Blutdruckmessung sowie beim Üben der Inhalationstechnik Personal- und Zeitmangel die Hauptgründe dafür sind, warum eine Offizin die Leistung nicht anbietet. Auch der Dokumentationsaufwand sowie die nötige Datenschutzerklärung vor der Inhalationsschulung spielen eine Rolle.

Bei der pharmazeutischen Betreuung von Patientinnen und Patienten nach Organtransplantation sowie Menschen, die eine orale Antitumortherapie bekommen, haben die Befragten zum jetzigen Zeitpunkt vor allem die Sorge fehlender Kompetenz als Hindernis genannt.

Das Projekt ist nicht auf eine Kammerregion beschränkt und ist offen für weitere Teilnehmende (Projektverantwortliche: Professor Dr. Thilo Bertsche, Ann-Christin Krönert vom Institut für Klinische Pharmazie der Universität Leipzig).

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