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EMPACTA-Studie
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Nutzen von Tocilizumab bei stationär behandelten Covid-19-Patienten

Für Covid-19 ist vor allem in den späteren Krankheitsphasen eine Hyperinflammation nicht untypisch. Da drängt sich die Option auf, einen monoklonalen Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor als Intervention einzusetzen, zumal ein solcher Antikörper mit Tocilizumab verfügbar ist. Eine Studie zeigt nun zum Teil gute Ergebnisse.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 21.12.2020  11:30 Uhr

Resümee

Die Autoren der Studie resümieren, dass die Ergebnisse ihrer Studie darauf hindeuten, dass Patienten, die am ehesten von Tocilizumab profitieren, einen mittelschweren oder schweren Krankheitsverlauf haben und dass Tocilizumab den potenziellen Nutzen einer antiviralen Behandlung und eine Therapie mit Glucocorticoiden ergänzen kann. In der vorliegenden Studie erhielten 55,4 Prozent der Patienten in der Tocilizumab-Gruppe und 67,2 Prozent der Patienten in der Placebo-Gruppe gleichzeitig Dexamethason.

Die Überlegenheit einer Therapie mit Tocilizumab in Bezug auf den primären Endpunkt war eindeutig. Weitere Studien sind im Gange, die Patientenuntergruppen noch besser zu definieren, die am ehesten von einer spezifischen immunmodulierenden Therapie profitieren.

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