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Ressortabstimmung
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Nur noch 12 statt 14 Monate Elterngeld geplant

Bundesfamilienministerin Karin Prien (SPD) plant, die Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate zu verkürzen. Zugleich sollen die monatlichen Summen minimal steigen.
AutorKontaktdpa
Datum 07.07.2026  14:30 Uhr

Kritik von mehreren Seiten

Der Deutsche Frauenrat sieht die Kürzungen im Etat des Familienministeriums kritisch. Dieser werde im kommenden Jahr um acht Prozent schrumpfen, bis 2029 sogar um bis zu ein Fünftel, warnt die Vorsitzende Beate von Miquel. Gespart werde ausgerechnet bei der beliebtesten familienpolitischen Leistung, dem Elterngeld.

»Die Bundesregierung hat jungen Menschen im Koalitionsvertrag versprochen, ihre Familienplanung mit einer verbesserten Leistung zu stärken«, erklärte von Miquel. »Nun soll im nächsten Jahr allein hier eine halbe Milliarde eingespart werden. Mütter werden diese Kürzungen zulasten der eigenen Berufstätigkeit kompensieren.«

Auch das Zukunftsforum Familie warnt vor Kürzungen beim Elterngeld. Stattdessen solle der Mindestbetrag auf 506 Euro angehoben und anschließend »dynamisiert« werden, erklärte der Verband.

In einer 2025 veröffentlichten Umfrage für die Bertelsmann-Stiftung unter 2.500 Menschen sagten 45 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer, sie hätten beim Elterngeld eigentlich gerne ein »egalitäres Modell«: Jedes Elternteil solle sieben Monate Elternzeit nehmen – bezogen auf die bisher gültige Gesamtdauer von 14 Monaten Elterngeld. Eine solche Aufteilung war wohl im Familienministerium auch einmal im Gespräch, wurde aber dann doch nicht weiter verfolgt.

In der Umfrage unterstützten 39 Prozent die bisher übliche Aufteilung der Betreuungszeit von zwölf Monaten für die Mutter und zwei Monaten für den Vater. Die Autoren der Bertelsmann-Studie kamen zu dem Schluss, dass mehr Vätermonate auch volkswirtschaftlich Sinn ergäben. Demnach wäre zu erwarten, dass Frauen schneller in den Job zurückkehren, was den Fachkräftemangel mindern könnte. Die Eltern wurden auch befragt, was ihnen sonst noch in der Kinderphase helfen würde. Die häufigste Antwort: »Weniger Behördenkram und eine leichtere Antragstellung«. Das sagten 44 Prozent.

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