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Welt-Blutspende-Tag

Nur 3 Prozent der Bevölkerung spendet Blut

Der demografische Wandel bedroht aus Sicht des Deutschen Roten Kreuzes langfristig die Versorgung Kranker mit Blutspenden in Deutschland. Laut DRK spenden nur rund 3 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Blut, doch sind rund 33 Prozent spendetauglich. 
dpa
14.06.2019
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 «Jährlich fallen 100.000 Spender aus, und in vielen Gebieten fehlt der Nachwuchs», sagte Martin Oesterer vom Deutschen Roten Kreuz anlässlich des Welt-Blutspende-Tags am 14. Juni. «Das solidarische Blutspendesystem wankt», so der Bereichsleiter beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen in Mannheim. Hinzu komme, dass in Deutschland als einzigem Land in Europa die Zahl der Krankenhausbehandlungen und der Anteil der Patienten über 65 Jahre mit erhöhtem Bedarf an Blut steige. Auch die Bemühungen um blutsparende Behandlung könnten auf Dauer nicht die Lücke infolge der Alterung der Gesellschaft schließen. «Wenn sich nicht mehr Menschen engagieren, ist langfristig die Versorgungssicherheit mit lebensnotwendigen Präparaten aus Spenderblut gefährdet», betont Oesterer.

Die Differenz zwischen Spendern und denjenigen, die dies tun könnten, ist riesig. Nur rund 3 Prozent der Bevölkerung spenden, doch sind rund 33 Prozent spendetauglich. Dieses Potenzial will das Rote Kreuz heben. Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene bis zum 73. Lebensjahr, Männer bis zu sechs Mal, Frauen bis zu vier Mal im Jahr. Bei einer Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft.

In Deutschland ist jeder Dritte mindestens einmal im Leben auf das gespendete Blut seiner Mitmenschen angewiesen. Künstliche Alternativen gibt es nach Angaben der Hilfsorganisation nicht. Aktuell können die sechs gemeinnützigen DRK-Blutspendedienste noch die bundesweite Versorgung mit täglich 12.000 benötigten Konserven garantieren, das entspricht 75 Prozent des Gesamtbedarfes. Der Rest kommt aus privaten Blutspendediensten und staatlich-kommunalen Diensten, oft an den Unikliniken.

Die Kampagne zum Welt-Blutspende-Tag 2019 steht unter dem Motto «Missing Type – erst wenn's fehlt, fällt's auf». Bei der bundesweiten Aktion der Blutspendedienste des Roten Kreuzes lenken Partner, Vereine und Personen des öffentlichen Lebens die Aufmerksamkeit auf das Thema Blutspende. Ziel ist es, bis Ende des Jahres 100.000 neue Spender zu gewinnen.

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