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Komplementäres bei Krebs
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Nützlich bis gefährlich

Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine oder Mikronährstoffe: Für welche komplementärmedizinischen Maßnahmen ist eine Wirkung gegen Krebs belegt? Über eine Auswahl beliebter Methoden referierte Dr. Jutta Hübner, Professorin für integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena, beim Pharmacon.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 23.01.2025  14:00 Uhr
B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe

B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe

Welche Wirksamkeitsbelege es für sekundäre Pflanzenstoffe gibt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: »Es gibt keinen einzigen, für den wir derzeit eine Evidenz  hätten, dass es wirklich bei unseren Tumorpatienten gegen Krebs oder Nebenwirkungen hilft.« Im Gegenteil: Sekundäre Pflanzenstoffe könnten sich durch antioxidative Eigenschaften sogar negativ auswirken.

Auch eine blinde B-Vitamin-Supplementation sieht die Onkologin kritisch. Ein Mangel an Vitamin B6, B12 oder Folsäure sei bei ausreichender Ernährung selten und eine künstliche Zufuhr ohne Mangel könne das Rezidivrisiko erhöhen, da B-Vitamine die Zellteilung anregen.

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