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Neue Erkenntnis
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Nierensteine sind voller Bakterien

Nierensteine bilden sich meistens aus Calciumoxalat. Bislang ging man davon aus, dass Bakterien dabei keine Rolle spielen. Nun belegt eine Untersuchung das Gegenteil: Bakterielle Biofilme sind demnach maßgeblich an der Bildung der Steine beteiligt.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 12.02.2026  09:00 Uhr

Nieren- oder auch Harnsteine sind kleine, feste Ablagerungen im Nierenbecken. Sie bleiben meistens unbemerkt, können aber auch starke Schmerzen auslösen, etwa wenn sie in die Harnleiter wandern und diese blockieren. Typisch für eine solche Nierenkolik sind plötzlich und anfallsartig auftretende, heftige Schmerzen in der Seite, die in den Unterbauch ausstrahlen können. Auch Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen und ein häufiger oder verstärkter Harndrang sind mögliche Anzeichen für einen Stein im Harnleiter.

Laut einer aktuellen Publikation im Fachjournal »PNAS« nimmt die Prävalenz von Nierensteinen weltweit zu: Eine von elf Personen entwickele in ihrem Leben mindestens einmal einen Nierenstein, schreibt ein Team um William C. Schmidt von der University of California Los Angeles. Solche Steine bestehen meistens aus Calciumoxalat (CaOx); lediglich 5 bis 10 Prozent der Nierensteine sind Harnsäuresteine und 10 Prozent bestehen aus Magnesium-Ammonium-Phosphat (Struvit).

Die Ursachen für die Entstehung von Nierensteinen sind vielfältig. Neben einer familiären Veranlagung zählen das metabolische Syndrom, Gicht, der Verzehr von Oxalsäure-reichen Lebensmitteln wie Rhabarber oder auch ein Calciumanstieg im Urin infolge einer Überfunktion der Nebenschilddrüse dazu. Eine geringe Trinkmenge und Änderungen des pH-Werts des Urins können die Steinbildung ebenso begünstigen.

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