| Johanna Hauser |
| 15.10.2026 11:00 Uhr |
Die verschiedenen Ernährungsmuster waren jeweils mit eigenen Methylierungsprofilen verknüpft. Trotz der unterschiedlichen molekularen Veränderungen wurden jedoch weitgehend dieselben biologischen Signalwege beeinflusst.
Dazu passt ein weiterer Befund der Studie: Die Teilnehmenden mit den höchsten Werten in einem Ernährungsscore gehörten häufig nicht gleichzeitig bei anderen Scores zur Spitzengruppe. Wer sich beispielsweise stark an den Prinzipien einer mediterranen Ernährung orientierte, erzielte also nicht automatisch auch hohe Werte bei einer nordischen oder anderen Ernährungsweise.
Dies widerspricht der Annahme, dass es nur die »eine« optimale Ernährungsform gibt. Vielmehr deuten die Ergebnisse darauf hin, dass unterschiedliche Ernährungsweisen als gesund bewertet werden und zu ähnlichen biologischen Effekten führen können.
Nach Ansicht der Autoren kommt es daher möglicherweise weniger auf ein bestimmtes Ernährungskonzept als auf die Qualität der Ernährung insgesamt an. Gesunde Ernährung lässt offenbar Spielraum für individuelle Vorlieben, kulturelle Prägungen und unterschiedliche Lebensstile, ohne dass dabei die positiven Effekte auf die Gesundheit verloren gehen.