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Nahverkehr und Einzelhandel
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Neue FFP2-Pflicht in Bayern – Droht ein Ansturm auf Apotheken?

In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Die Apotheken stehen derzeit kurz vor dem Start der zweiten Abgabewelle der Gratis-Masken – droht ein erneuter Ansturm auf die Apotheken in Bayern? Andere Bundesländer wollen eine solche Maßnahme nicht einführen.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 12.01.2021  17:35 Uhr

Andere Länder wollen nicht nachziehen

Der Beschluss stößt allerdings nicht nur auf Gegenliebe. Die Vertreter der Landesregierungen aus mehreren anderen Bundesländern (u.a. Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen) erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass in ihren Ländern entsprechende Maßnahmen nicht geplant seien.

Die bayerischen Verkehrsverbünde sind von der ab Montag geltenden Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr überrascht worden. »Alle bisherigen Studien haben nachgewiesen, dass der ÖPNV sicher ist«, sagte Burkhard Hüttl vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Bayern am Dienstag der dpa. »Von daher wird eine hohe Sicherheit jetzt noch weiter erhöht - dem verschließen wir uns natürlich nicht.« Allerdings: »Wir sind vorher dazu nicht angehört worden«, sagte Hüttl.

Der bayerische Handel sieht die beschlossene Pflicht positiv. »Es ist ein logischer Schritt, denn die Fallzahlen gehen bisher nicht zurück«, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Dienstag. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske sei ein Schlüssel, dies zu ändern und »ein Türöffner, den Einzelhandel wieder zu öffnen«. Dadurch werde Einkaufen sicherer. »Das ist genau das, was wir brauchen.«

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