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»Social prescribing«
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Museumsbesuch statt Medikament 

Vor über zehn Jahren begann in Großbritannien ein Experiment, das heute weltweit Nachahmer findet. Ärztinnen und Ärzte verschreiben kostenlos Museumsbesuche – gegen Stress, Depressionen und andere psychische Erkrankungen. Vielleicht führt auch in Deutschland der Weg zur Genesung bald nicht mehr in die Apotheke, sondern ins Museum.
AutorKontaktdpa
Datum 08.09.2025  14:00 Uhr

Wachsende Debatte, aber offene Fragen

Seit 2014 nehmen die Initiativen Fahrt auf, und die Museumstherapie erlebt laut Forscherin Leslie Labbé ihren Moment des Aufbruchs. Doch so verlockend die Idee klingt, bleibt eine Hürde: Im Gespräch mit »France Culture« räumte Labbé ein, dass der medizinische Nutzen noch nicht abschließend wissenschaftlich belegt ist. Trotzdem machte sie deutlich, warum Museumsbesuche so wertvoll sein können: »Wer eine Krankheit behandelt, therapiert nicht nur die Symptome, sondern begleitet den Menschen als Ganzes – und dazu bietet ein Museum unzählige Ansatzpunkte, die sich therapeutisch nutzen lassen.«

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