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Anti-Amyloid-Anticaline
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Mit Mini-Antikörpern gegen Alzheimer

Forschende aus München haben einen neuen Therapieansatz gegen Alzheimer entwickelt: Kleine künstliche Proteine, sogenannte Anticaline, sollen schädliche β-Amyloid-Monomere bei Alzheimer neutralisieren und neuronale Schäden so frühzeitig verhindern.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 19.08.2024  10:30 Uhr

Antikörper mit ähnlichem Prinzip

2016 war der monoklonale Antikörper Solanezumab, der ebenfalls an Aβ-Peptide bindet, in einer Phase-III-Studie gescheitert. Mit diesem Wirkstoff verglich das Team um Zott seinen Kandidaten auch direkt, wobei H1GA positivere Effekte zeigte. Inzwischen ist der monoklonale Antikörper Lecanemab, der bevorzugt Aβ-Protofibrillen bindet und in Studien den kognitiven Abbau bei Patienten in einer frühen Phase der Alzheimer-Erkrankung reduzierte, in einigen Ländern wie etwa den USA zugelassen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) sprach sich vor Kurzem gegen die Zulassung des Antikörpers aus. Ein Grund: Das negative Nutzen-Risiko-Verhältnis.

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