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Länderinitiativen
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Mit »Kindergipfel« und Task Force gegen Engpässe

Mit dem Lieferengpassgesetz (ALBVVG) will der Bund den Arzneimittelmangel langfristig in den Griff bekommen. Um kurzfristig zu helfen, haben auch die Bundesländer Ansätze. Sie reichen von »Kindergipfeln« bis zu Erleichterungen bei der Rezeptur. Einige Beispiele.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 15.12.2023  12:30 Uhr

Niedersachsen

Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung stehe zum Thema Engpässe in ständigem Austausch mit den jeweiligen Kollegialbehörden der Bundesländer sowie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Bundesgesundministerium (BMG), sagte eine Sprecherin. Darüber hinaus fänden regelmäßig Gespräche zwischen dem Minister und den Standesvertretungen der Apothekerinnen und Apotheker wie der Apothekerkammer Niedersachsen oder dem Landesapothekerverband Niedersachsen statt.

Bayern

Seit 2015 hat Bayern laut einem Ministeriumssprecher einen eigenen Bayerischen Pharmagipfel, der jährlich tagt. Im vergangenen April benannte dieser Maßnahmen und Regelungen für eine stabile Versorgung mit Arzneimitteln in einem Positionspapier. Forderungen daraus seien nunmehr auch in der Pharmastrategie des Bundes aufgegriffen worden, sagte der Sprecher zur PZ.

Der Fokus des Südschienengipfels (dazu gehören Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz) war demnach ein anderer. In diesem Rahmen sei hauptsächlich über die Stärkung des Forschungs- und Entwicklungsstandorts sowie über die Versorgung mit Arzneimitteln und Medizinprodukten in Deutschland und Europa beraten worden. Deswegen seien Gesundheits- und Wirtschaftsministerien aus vier Bundesländern sowie Vertreter von Pro Generika, des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) beteiligt gewesen. Hierbei hätten die Länder Forderungen und Maßnahmenvorschläge an den Bund adressiert. Einige dieser Forderungen seien ebenfalls in die Pharmastrategie eingeflossen.

Bayern habe zudem bereits Ende 2022 die Task-Force Arzneimittelversorgung installiert, mit der kurz- bzw. mittelfristig Liefer- und Versorgungsengpässen entgegengewirkt werden kann. Daran beteiligt sind etwa der Bayerische Apothekerverband, die Bayerische Landesapothekerkammer, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, Ärzteverbände, Verbände und Vertreter von pharmazeutischen Unternehmen und pharmazeutischen Großhändlern sowie der gesetzlichen Krankenkassen und der Krankenhausapotheken.

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