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Typ-2-Diabetes
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Mit »Hafertagen« den Blutzucker regulieren

Einige Menschen beginnen am Aschermittwoch mit einer 40-tägigen Fastenzeit. Dies nutzt der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) als Gelegenheit, um über die gesundheitlichen Vorteile einer mehrtägigen Haferkur aufzuklären – insbesondere für Menschen mit (Prä-)Diabetes und Übergewicht. Sie müssen ihre Glucosewerte eng im Blick behalten und gegebenenfalls ihre Insulin-Dosis anpassen.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 14.02.2024  10:30 Uhr
Hafer kann den HbA1c-Wert um bis zu 40 Prozent senken

Hafer kann den HbA1c-Wert um bis zu 40 Prozent senken

Hafer sei aufgrund seines Wirkstoffprofils das wohl gesündeste heimische Getreide, so der VDBD. Ein Großteil des enthaltenen Eiweißes sind essentielle Aminosäuren. Außerdem enthält Hafer Zink, Eisen und Magnesium sowie Biotin, Vitamin B1 und Vitamin B6. Mit 10 Gramm Ballaststoffen pro 100 Gramm fördert Hafer zudem die Darmgesundheit.

»Besonders interessant ist das im Hafer enthaltene Beta-Glucan, ein löslicher Ballaststoff, der die Insulinempfindlichkeit der Zellen verbessert und damit hilft, den Glucosespiegel zu regulieren, sowie den Cholesterinspiegel senkt beziehungsweise normalisiert«, erklärt Schoppe. »Bei Insulinresistenz mit leicht erhöhten Glucosewerten im Sinne eines Prädiabetes oder bei einem manifestem Typ-2-Diabetes ist eine solche Kur daher besonders empfehlenswert.«

Eine Haferkur könne den  HbA1c-Wert, einen Langzeitmarker für einen möglichen Diabetes mellitus, nachweislich senken, Studien zufolge sogar um bis zu 40 Prozent, berichtet der Verband. »Wir setzen Haferkuren daher auch dann ein, wenn Menschen mit Diabetes, teils trotz guter Glucosewerte, hohe Insulindosen benötigen und dadurch zunehmen«, so Schoppe. Durch das Hafer-Fasten sei es möglich, das Körpergewicht zu halten oder sogar abzunehmen.

Insulindosis gegebenenfalls anpassen

Insulinpflichtige Diabetiker sollten unbedingt beachten, dass durch die Hafertage eine Dosisanpassung erforderlich sein kann. Da Hafer die Insulinempfindlichkeit erhöht, könne die nötige Insulinzufuhr um mehr als 40 Prozent reduziert sein, so der VDBD. »Wir empfehlen daher, sich vor und während einer Haferkur eng mit dem Diabetes-Team zu besprechen, zu überlegen, inwiefern eine Haferkur sinnvoll ist und in welchem Umfang diese gemacht werden sollte sowie die Glucosewerte genau im Blick zu behalten«, rät Haller abschließend.

Welchen Ernährungsplan für die Hafertage der VDBD empfiehlt, findet sich in der Ernährungsbroschüre »Diabetes und Ernährung«. Darüber hinaus sind die Nähwertangaben für Hafer und andere Lebensmittel in einer Tabelle einsehbar.

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